Das Geschäft mit der Schönheit

Wir leben in einer Welt der Marken und der Werbung. Namenhafte Unternehmen legen viel Wert auf Markenbindung und Markentreue. Dafür wird nicht nur sehr viel Marketing betrieben, sondern auch viel Forschung durchgeführt. Um Produkte erfolgreich am Markt zu verkaufen, ist es wichtig das Verhalten der Konsumenten genau zu kennen. Gerade im kosmetischen Bereich geben die marktführenden Firmen sehr viel Geld für diese Forschung aus.

Globales Wellness- und Beautyverhalten auf dem Prüfstand

Bildquelle: Gurkensauna im Land der Spreewaldgurke (im Spreewelten Bad)

Bildquelle: Gurkensauna im Land der Spreewaldgurke (im Spreewelten Bad)

`L´Oréal betreibt beispielsweise gleich mehrere Forschungslabore (aktuell 13 Labore) rund um den Erdball verteilt. Diese Forschungslabore werden übrigens auch gern „Badezimmerlabore“ genannt. In besagten Badezimmerlaboren wird eine Art Verhaltensforschung betrieben. Es wird z.B. das allgemeine Pflegeverhalten und die Routine der Körperpflege in den unterschiedlichen Kulturen beobachtet. Durch diese Forschung können Produktinnovationen entstehen – die so genannte Geokosmetik, die genau auf die Kultur, die Wünsche und das Verhalten der Konsumenten abgestimmt werden. Jede Kultur hat eigene Gewohnheiten, Erwartungen und Eigenarten, die bei der Herstellung, gerade von Beautyprodukten, unbedingt beachtet werden müssen.

Alle großen Unternehmen betreiben diese Form der Forschung. Estée Lauder beispielsweie verfügt über eine Hautton-Datenbank, die ebenfalls zur Produktenwicklung neuer Make-up-Linien verwendet wird. Doch auch Unternehmen wie Beiersdorf oder Unilever betreiben natürlich diese Forschung, um neue Märkte zu erschliessen und ihre Marktmacht auszuweiten. Ein schier unendlicher Markt, der immer wieder neue Produkte hervorrbringt. Creme, Peeling, Düfte, Öle, Lotion… es gibt so viele Beauty- und Pflegeprodukte (alle Infos unter kosmetik.de), die unseren Wunsch und unsere Sehnsucht nach Schönheit, Anti Aging und Gesundheit erfüllen sollen.

Doch was sind Ergebnisse dieser Forschung?

Bildquelle: Behandlungen mit Meerwasser, Meersalz, Algen & Co. in der Thalasso-Therapie

Bildquelle: Damp, Ostsee – Behandlungen mit Meerwasser, Meersalz, Algen & Co. in der Thalasso-Therapie

Die Unternehmen haben z.B. herausgefunden, das Männer in Mexiko den größten Haargelverbrauch weltweit haben, das Chinesinnen sogar die Augenlider peelen, Brasilianerinnen können sich ein Leben ohne Nagellack nur sehr schwer vorstellen, Afrikanerinnen waschen ihre Haare weniger, behandeln sie dafür aber regelmässig mit Öl. Eine japanische Frau verbringt viel mehr Zeit mit dem Tuschen der Wimpern, als z.B. eine Europäerin. All diese Erkenntnisse nutzen die großen Anbieter um neue Produkte zu kreieren oder auch bisherige Produkte zu optmieren und auf die jeweilige Kundengruppe anzupassen. Doch auch kleinere Unternehmen und sogar Wellnessoasen nutzen die Ergebnisse dieser Forschung zur Optmierung ihrer Angebote. Das heißt z.B. ein Day Spa in einem Weinanbaugebiet bietet Pflege-Arrangements und Behandlungen auf Basis von Weintrauben an und verkauft eine eigens hergestellte Pflegeserie ebenfalls auf Basis von Wein.

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur das Herz der Traum-Spa-Redaktion. Sie schreibt darüber hinaus auch für andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine. Ob online oder als Print-Variante. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise. Zusätzlich ist sie auch als Reisebloggerin tätig.

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